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Buchvorstellung... Maria, ihm schmeckt´s nicht!

Julia

Schokohase

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Monday, July 11th 2005, 8:18pm

Maria, ihm schmeckt´s nicht!

Jan Weiler ? Maria, ihm schmeckt´s nicht!
Geschichten von meiner italienischen Sippe

Über den Autor:
Jan Weiler, 1967 in Düsseldorf geboren, arbeitete als Texter in der Werbung, absolvierte dann die Deutsche Journalistenschule in München. Er ist heute Chefredakteur des Süddeutsche Zeitung Magazins und lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Ambach.



Buchrückseite:
Als ich meine Frau heiratete, konnte ihre süd-italienische Familie leider nicht dabei sein. Zu weit, zu teuer, zu kalt. Schade, dachte ich und öffnete ihr Geschenk. Zum Vorschein kam ein monströser Schwan aus Porzellan mit einem großen Loch im Rücken, in das man Bonbons füllt. Menschen, die einem so etwas schenken, muss man einfach kennen lernen.

Klappentext:
Nach einer Hochzeit verändern sich die Dinge grundlegend ? besonders, wenn man wie Jan Weiler in eine italienische Großfamilie einheiratet: ?Es gibt nämlich eine riesenhaften Stammbaum, der sich in der Mitte in zwei etwa gleich starke Äste teilt. Man hat sich vor vielen Jahren endgültig zerstritten, aus Gründen, die keiner mehr so richtig kennt. Seitdem heißt es vom einen Zweig, er sei blöd, und vom anderen, er sei gezig. Die meisten Männer der einen Familienhälfte hießen Mario (blöd), die meisten Männder der anderen heiißen Antonio (geizig). Mein Schwiegervater ist ein Antonio und gar nicht geizig. Jedenfalls lassen beide Familienhälften kein gutes Haar aneinander.?
Die herrlich komische Geschichte einer unglaublichen Verwandtschaft aus der italienischen Terion Molise, die laut ihrer Bewohner ?am A... der Welt? liegt.


Textauszug: ?Warum willste du meine Tochter??, fragt er nach dem zweiten Glas und sieht mich aus seinen Funkelaugen an.
?Welche denn sonst??, antworte ich. Etwas Besseres fällt mir nicht ein, denn ich bin immer noch benommen vom plötzlichen Stimmungsumschwung meines Schwiegervaters. Außerdem steigt mir Jürgens Barolo zu Kopf. Kein Wunder: Barolo auf nüchternen Magen um halb drei.
?Weißte Du, Sara iste eine bisschen delikat, eine eikle Person, möchte ich faste sagen und betonen, site sie nett, aber diffizil in Umgang.?
Worauf will er hinaus?
?Ihre Schwester iste anders, feiner, bisschen netter auch. Warum willste du nicht Lorella heiraten??
?Papa!?, ruft Sara empört.
?Ja, iste nichte wahr, Mama??
Mama lacht und schaut mich an. Was sagt man denn darauf?
?Ja, Lorella ist leider schon vergeben, da habe ich mich eben notgedrungen für Sara entschieden.?
Daraufhin bricht Antonio in ein dampflokartiges Gelächter aus, er kann sich gar nicht mehr beruhigen.
?Das iste guuut. Biste Du witzig. Du haste eine Satire gemacht. Großartig. Mama, haste du gehört??
Er prostet mir mit Jürgens Wein zu und wir trinken. Eine Minute später bin ich besoffen.

Meine Meinung:
Dieses Buch muss man einfach gelesen haben. Es ist eins von denen, die man gar nicht mehr aus der Hand legen möchte und das leider viel zu kurz ist.
Wie Jan Weiler als Ich-Erzähler seine Erlebnisse mit der italienischen Familie beschreibt ist urkomisch. Eine Urlaubsreise mit der Familie Marcipane ist ein riesiges Spektakel. Da bekommt man selbst Lust aufs Meer.
Das Charmante an diesem Buch aber ist Antonio Marcipane, der mit seinem italienischen Akzent und seiner eigenen Sicht auf die Dinge, durchs Leben geht.



Erschienen als Taschenbuch im Ullstein Verlag.
Preis: 9,00 ?
Hunger
Pipi
Kalt
So sind Mädchen halt

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