Erstellt am 05.01.2002 um 17:57 Uhr von Julia_M
Das Ritterdrama von Schreckenstein - Band 15 (Alte Auflage)
Oliver Hassencamp
Textredaktion: Franz Schneider
1981 Franz Schneider Verlag GmbH
Schutzumschlag und Illustration: Nikolaus Moras
ISBN: 3 505 08073X
Seitenanzahl: 110 Seiten
Bilderanzah: 12 Bilder
Sammelband 5
Klappentext:
Die Jungen von Burg Schreckentein sind der Gegend für ihre tolldreisten Streiche bekannt. Kein Wunder, dass sie eines Tages selbst einmal die Opfer eines Schabernacks werden, den andere mit ihnen teriben. Aber das lassen sich die Schreckensteiner natürlich nicht gefallen.
?Hassencamps Abenteuerserie über eine Jungenschule gehört zur Pflichtlektüre jedes Lausbuben.? (tz, München)
?Schreckenstein garantiert Stunden bester Unterhaltung.? (Vereinigte Jugendschriften-Ausschüsse)
Kapitel:
1. Der totale Supergipfel
2. Selbstregierung mit Süßigkeiten
3. Ender der Speiserööhre
4. Schreckensteiner Skiflugwoche
5. Das Pfingstkaninchen
6. Alter Schwung
7. Achtundvierzigstundennonstopsuperstreich
8. Ist das eine Falle?
9. Das Ritterdrama von Schreckenstein
1. Inhaltsangabe (Julia)
Schulversammlung am letzten Abend vor dem Abreisetag ? das hat es noch nie gegeben. Dass das einen besonderen Grund haben muss, ddarüber sind sichalle Ritter einig.
Heini, der Koch, liegt mit Verdacht auf eine gefählriche Infektionskrankheit im Krankenhaus. Sein Bruder soll sie aus dem Ausland eingeschleppt haben. Das hat zur Folge, dass die gesamte Burg unter Quarantäne steht. Und die Schreckensteiner dürfen nicht in die Osterferien fahren.
Glück im Unglück haben sie, denn Elfriede Schrimpf, die dem Burgherrn im Haushalt geholfen hat, darf die Burg ebenfalls nicht verlassen. So ist auch für das leibliche Wohl der Ritter gesorgt.
Etwas schöneres können sich die Ritter nicht vorstellen. Auf ihrer geliebten Burg zu sein und machen zu können was sie wollen. Das ist der totale Supergipfel. Die Warnung vom Rex, dass mit der Zeit Langeweile aufkommen könnte, wird nicht groß beachtet.
So geben sich die Ritter ihrer neuen Selbstverwaltung hin. Was sich schon bei einer Diskussion im Ritterrat abzeichnet, wird nach einiger Zeit in der gesamten Ritterschaft deutlich. Wieder einmal spalten sie sich in zwei gegenseitige Lager auf. Die Rekordhalter, mit führenden Rittern wie Ottokar, Stephan, Mücke usw., und die Nichtstuer, angeführt von Dieter.
Der Dauerlauf entfällt, der Schulkapitän Ottokar macht keine Ansagen mehr. Es gibt keine Schweigezeit und eigentlich kann jeder machen, was er will.
Zu Anfang jagt eine Überraschung die nächste. Zuerst verschwinden die vier Mini-Ritter, die aber dank der freiwilligen Suchtrupps schnell wiedergefunden werden. Dann bekommen die Ritter Besuch von ihren Eltern, wobei natürlich der Sicherheitsabstand gewahrt wird. Die Rittereltern versorgen ihre Sprößlinge mit Ostereiern.
Beni, der zum Ferienkapitän gewählt wurde, hat nun, zusammen mit den Lehrern, die Aufgabe die Ostereier zu verstecken. Nach dem die große Suche und die anschließende Schlemmerei vorüber sind, kehrt der alte Schwung wieder ein.
Die Ritter schreiben einen offenen Brief an die Eltern, in dem sie sich für die Ostergaben bedanken. Die Redaktion trifft sich, um die Geschehnisse für das Wappenschild festzuhalten. Und die gesamte Ritterschaft beteiligt sich an einer Feuerwehrübung, bei der die zu Rettenden in lustigen Kostümen die selbstgebaute Rutsche hinunterrutschen.
Auch der Ritterrat wird wieder tätig. Aufgrund des offenen Briefes haben die Eltern eine erneute Ladung Ostereier auf die Burg geschickt. Diese werden nun in Mücke`s Pfingstkaninchen, einem riesigen Pudding, der Ritterschaft serviert. Das Pfingstkaninchen saust, mit Hilfe von Rollschuhen über den Eßtisch und wird im Nu verspeist.
Danach kehrt die alte Ruhe wieder ein. Nur die Mini-Ritter sind damit beschäftigt, unter strengster geheimhaltung ihr Ritterspiel, das sie bei einer der Diskussionen vorgeschlagen hatten, in die Tat umzusetzten.
Sie schreiben ein Stück über die Burg, Rosenfels und die Neustädter. Doch davon ahnen die anderen Ritter nichts.
Sie haben eine ganz andere Idee, ihre Langeweile totzuschlagen. Sie bitten die Lehrer wieder Unterricht zu machen. Die restlichen Ferientage wollen sie statt dessen nehmen, wenn die Quarantäne aufgehoben ist. So geschieht es.
Denn die Ritter haben festgestellt, dass ihr Ziel die Schule, das Lernen ist und nicht die Burg. Jede Gemeinschaft muss ein Ziel haben.
So ist es im Wappenschild zu lesen. Mit dem gewohnten Tageslauf kehrt auch der alte Schwung wieder ein.
Die verbleibenden freien Tage stehen den Rittern zur freien Verfügung. Sie werden damit ihre nächsten Ferien verlängern. Und sie starten einen Achtundvierzigstundennonstopsuperstreich gegen die Rosenfelserinnen, die Ebert-Schüler und die Joseph-Schüler. Jeder verdächtig natürlich jeden. Nur die Ritter sind die ?Unschuldslämmer?. Doch, wie es Ritterart ist, klären die Schreckensteiner dies natürlich auf. Den Unschuldige zu Verdächtigen ist nicht ritterlich.
Im Ritterdrama der Minis, zu dem auch die Rosenfelserinnen nebst Leiterin eingeladen werden, wird auf die Ereignisse der vergangenen Tage angespielt und die Schreckensteiner entlarven sich als die Verursacher.
Das Ritterdrama ist ein voller Erfolg und alle sind sich wieder mal einig:
Das war der totale Supergipfel.
2. Besonderheiten
Das besondere an diesem Band ist die Tatsache, dass die Ritter die Ferien auf der Burg verbringen. Etwas, das jeden normalen Schüler in Panik versetzten würde. Nicht so die Ritter. Ihr Zusammenleben auf der Burg ist einmalig.
Obwohl sie die Burg lieben, erkennen sie doch schnell, dass ein ?einfach so auf der Burg leben? nicht dass ist, was sie wollen.
Es wird von einer neuen Art der Selbstregierung gesprochen. Doch eigentlich haben die Ritter schon eine Selbstregierung. Sie haben sich ihre eigenen Regeln für das Zusammenleben auf der Burg gemacht. Sie haben einen Schulkapitän, sie belügen und betrügen nicht und sie stehen für ihre Taten ein.
Im ?Ritterdrama auf Schreckenstein? wird der Schulkapitän Ottokar vom Ferienkapitän Beni abgelöst. Dies passiert außer in diesem Band nur noch ein einziges Mal. In ?Die Gruseltour von Schreckenstein?, dort ist Dampfwalze für kurze Zeit Schulkapitän. Ottokar der als besonders angesehener Ritter gilt, wird von Beni abgelöst. Beni spielt in Band fünf und sechs eine wichtige Rolle, bleibt aber ansonsten eher im Hintergrund.
Dadurch wird deutlich, dass es nicht um einzelne Protagonisten handelt, sondern um die Gemeinschaft.
3. Unterschiede zur Neuauflage
Es gibt keine besonders gravierenden Unterschiede. Ich habe die Neuauflage des Bandes nicht komplett gelesen, sondern nur überflogen. Aus dem fernen Ausland werden die Tropen. Aus dem Satz

Hast Du vielleicht jetzt auch Wanzenverdacht?? wird ?Habt Ihr nach Wanzen gesucht?? und es wird erklärt, auf welchen Streich dieser Satz anspielt. Ansonsten konnte ich keine wesentlichen Unterschiede entdecken.