Ich lese nach einem Abstand von ca. 30 Jahren jetzt diese Bücher nochmal und muss sagen, die Atmosphäre von damals will sich einfach nicht einstellen: Was hat man doch damals Augen gemacht und kam von diesen klebstoffartigen Büchern nicht los wie Stephan vom Spannlack

"Boha was der Mücke da sagt" "boah dass der Dampfwalze sich das traut" usw.
Dieser "Kick" will sich beim "Erwachsenenlesen" nicht einstellen, man kommt sich vor "wie ein Altschreckensteiner nach dem Abitur, der die Stätte seiner Jugendstreiche besucht" um ein Zitat zu verwenden!
Und man macht Beobachtungen, die einem als Kind nicht aufgefallen sind. Z.B. dass die Ritter mobben (Armin), unfair sind (Andis Indianerverbot), falsch sind (der 48Stundennonstopsuperstreich *gähn* bei dem die "ehrlichen Ritter" in Kauf nehmen dass andere unschuldig verdächtigt werden, die Ebert- und Franz-Josephschüler die "eh nur blöd sind", auch wenn sie die Mädchen in dem Theaterstück aufklären). Und dass sie in dem Band in den Ferien wieder Unterricht wollen (sie haben bestimmt nicht alle gefragt oder wenn dann einmal "wollt ihr") fand ich als Kind total ungerecht! Da ist man endlich mal frei auf dieser geilen Burg, könnte Mauersäge ärgern und andere Schüler bestreichen, aber nix. Nichtmal die Köchin Elfriede wird geneckt (bis auf die Pfingstkaninchenaktion mit der Zigarre!). Und überhaupt: die Hygiene! Da stellts mir die Zehennägel einzeln auf! Wo sie die Ostersüßigkeiten überall versteckt haben, Bäh!
Um es klarzustellen: Die Bücher liebe ich trotzdem alle !!
Nur hat sich meine Betrachtungsweise mit dem Alter anscheinend verändert *seufz*
Wem gehts ähnlich?