Von mir gibt´s 4 Sterne.
Der Band ist schon deshalb interessant, weil er sich sehr eng auf den Vorgängerband bezieht und die Geschichte von Jerry und Beni weitererzählt. Es geht auch gleich gut los mit einem spannenden Sportfest und dem spektakulären Blackout von Ottokar. Aber dann kommt der Denkzettel für Beni...
Schon als jugendlicher Leser habe ich nicht verstanden, dass die Botschaft bei Beni angekommen sein und ihn dieses brutale Vorgehen tatsächlich innerlich überzeugt haben soll. Den Wandel von Jerry finde ich da schon nachvollziehbarer, auch wenn er recht plötzlich kommt. Aber auf 80 Seiten ist das vielleicht nicht besser herauszuarbeiten. Wobei sich mir dann trotzdem noch die Frage stellt, wieso Jerrys Abkehr von den Rittern gleich in Diebstahl münden muss. Ketzerisch gefragt: Ein schriftstellerischer Trick, damit die Ritter dann hinterher auch wirklich objektiv im Recht sind und kein Leser Zweifel hat, wer gut und wer böse ist? Denn ohne diese Diebstähle haben eigentlich die Ritter den Schwarzen Peter (erst Ottokars Ausraster, dann die Beni-Kur). Übel stößt mir in dem Zusammenhang auch die Szene auf, wo Udo und Jerry mit dem Motorrad auf die Burg fahren und gemeinsam mit den Rittern über die Vorstellung einer Schnaps brennenden Horn lachen, bis Mücke Udo ausgrenzt mit: "Nanu, was haben wir denn da für ein Kuckucksei?" Und dann jagen sie ihn quasi vom Hof.
Warum trotzdem 4 Punkte? Nun ja, dies ist mehr die Wertung als jugendlicher Leser. Als Erwachsener würde ich wohl nur 3 geben. Für den Band sprechen a) die Figur Beni, die daraufhin immer eine meiner Lieblingsfiguren war, und b) nach dem interessanten Beginn der turbulente Abschluss mit der legendären Keilerei auf dem Spielplatz.