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Tuesday, May 13th 2008, 11:09am

Band 1 - Beurteilung

Falls das hier nicht der richtige Ort ist oder falls es das schon mal gab, korrigiert mich bitte. Ansonsten rufe ich hier jetzt nach und nach zur Beurteilung der einzelnen Bände auf und beginne mit Nummer 1. Kann aber nicht versprechen, dass ich das wirklich bis 27 durchhalte...

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2

Tuesday, May 13th 2008, 11:40am

Ich habe mich für "4 Sterne" entschieden.

Rezeption als Jugendlicher:
Band 1 war nicht der erste Band, den ich damals gelesen habe, sondern eher so der fünfte bis zehnte. Natürlich fielen mir sofort diverse Unterschiede zu denen auf, die ich schon kannte, insbesondere die "Wir"-Form. Das Buch wirkte auch von der Schreibe deutlich älter und düsterer. Dass es noch aus den 50ern stammt, hätte ich allerdings nie gedacht.
Für mich war es interessant zu sehen, wie alles angefangen hatte. Einige Ungereimtheiten, die sich daraus ergaben, dass Schreckenstein nach und nach eine Serie wurde, habe ich OH gerne verziehen. Doktor Waldmann beispielsweise wird als seltsamer Charakter eingeführt. Mal sei er unerklärlich streng, dann wieder freudlich. Davon merkt man im weiteren Verlauf der Serie nichts. Bis auf das eine Mal, wo Pummel in Band 3 mit dem Segelflieger abstürzt, ist Waldmann doch eigentlich immer freundlich? Anderes Beispiel: Die Ritter singen ein Lied, um zu erfahren, was im Rathaus vor sich geht. Eine derartige "tolle Idee" von Ottokar passt überhaupt nicht mehr zu den Lösungen in späteren Bänden.
Gut an Band 1 fand ich, dass so viel passiert: die Burg wird eingeführt, Stephan kommt, Stephan verfeindet sich mit Dampfwalze und wird zum Helden des Sportfestes. Das hätte eigentlich schon das Happy End sein können, aber nein, es geht noch viel weiter: die Freundschaft mit Waldmann, die Rettung der Burg.
Wie das technisch ging, innerhalb so kurzer Zeit eine gesamte Burg unbewohnbar erscheinen zu lassen, habe ich mich schon als Jugendlicher gefragt. Auch, wo der Bezug zwischen Stephans Missetaten und ausgerechnet Spannlack sein soll, habe ich nie begriffen. Und richtig geärgert habe ich mich seinerzeit über die schlechten Illustrationen von Ulrik Schramm. Auf S. 40 geht die Tischkante durch das Fresspaket, Stephans Bein geht durch die Tür und am allerschlimmsten sind die Beine von dem Jungen ganz rechts. Für mich unfassbar, wie man solche Zeichnungen veröffentlichen konnte!
Sehr spannend an dem Buch fand ich das Aufeinandertreffen mit Waldmann in der Bar und den Showdown bei der Rettung der Burg. Raffiniert fand ich auch immer, wie geschickt Stephan Dampfwalze nicht vor dem Rex verpfeift (S. 47), Dampfwalze aber seine Getreuen mit reinzieht.

Rezeption heute:
Hier hat sich nicht viel geändert. Erstaunlich und nur aus der damaligen Zeit heraus erklärlich finde ich, a) dass die Ritter allen Ernstes "Wallenstein" (!!) aufführen müssen, b) wie unsagbar peinlich es Waldmann ist, in der Bar gesehen zu werden, und dann auch mit einer jungen Dame, c) als wie rufschädigend er es offenbar ansieht, dass seine Tochter in dieser Bar Geld verdient.

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StefanH

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3

Tuesday, May 13th 2008, 12:06pm

Du hast recht, dass z.B. die Spannlackgeschichte etwas unritterlich erscheint.
Dazu muss man aber sagen, dass in der Schneider-Ausgabe von 82 sich einiges geändert hat. Dort wirst du die bekannte Perspektive (3. Person) finden. Die Spannlackgeschichte wird ebenfalls besser erklärt, die Idee stammt inzwischen von Stephan selbst (Natürlich nicht, sich selbst einzupinseln...)
Die Unpassendheit von Waldmanns Charakterisierung kann man - wenn man will - auf die allg. Veränderung der verschiedenen Burgbewohner durch das Internat zurückführen.

So viel von meiner Seite,

oh, noch ein Nachtrag: es gibt nur 27 Bände ;)
Stefan

"Oh süßer Kleingeist, wie beschränkt ist deine Welt?"

...und das Biertrinken wird Andi Amanda schon noch abgewöhnen...

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Hornosaurus

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4

Tuesday, May 13th 2008, 12:08pm

Sorry, aber ich kann der Beurteilungswerteskala nix abgewinnen, worin besteht der qualitative Unterschied zw. lesenswert und solide?

Wie dem auch sei, Band 1 war auch nicht mein allererster Band, die WIR-Form hat mich eingentlich etwas gestört, genauso wie die ICH-Form bei Karl-May oder die Gegenwartsform bei Internat wespennest (oder wie das immer au hiess, jedenfalls is die Ursula Scheffler ne Autorin die das bis zum Exzess in all ihren Büchern betrieben hat..)



Freu m,ich schon auf deine Umfrage zuu Band 28 :)
Hagge....Jemand ze hagge??


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Pate

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5

Tuesday, May 13th 2008, 12:23pm

Wäre eine Beurteilungsskala nicht vielleicht günstiger in Zahlen ausgedrückt? Also z.B. 1-10 oder nach Schulnoten 1-6?

Weil lesenswert sind alle Bände mMn :)

Entbehrlich und Ärgerlich empfinde ich eigentlich keinen Band. Und Solide klingt in dem Zusammenhang schon eher wie ne Abwertung.


Freu mich schon auf deine Umfrage zu Band 28 :)


Wollt ich auch grad sagen .. eigentlich müsstest du ja nur bis 27 durchhalten, Udo ;-)

6

Tuesday, May 13th 2008, 12:28pm

Na gut, 28 ist editiert.
Zur Bewertungs-Skala: Ich hätte auch einfach ein Sternchen bis fünf Sternchen nehmen können, finde es aber immer besser, wenn man mit Worten ausdrückt, was eine Sternchen-Wertung inhaltlich bedeutet.
@ Hornosauraus: Gefällt dir das Voten generell nicht? Wärst du für Sternchen? Oder stört dich speziell der Begriff "solide"? In dem Fall nehme ich gerne Verbesserungsvorschläge entgegen.
@Stefan H: Ich finde die Spannlackgeschichte nicht unritterlich. Ich habe nur den Bezug zu Stephan nie verstanden. Bei Andi z.B. wird ein Feuer entzündet. Da ist mir der Bezug klar.

Nachtrag:
@Pate: Von mir aus auch von 1 bis 10. Ich muss allerdings sagen: Für mich gibt es Bände, die ich absolut entbehrlich finde...

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StefanH

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7

Tuesday, May 13th 2008, 12:31pm

@Stefan H: Ich finde die Spannlackgeschichte nicht unritterlich. Ich habe nur den Bezug zu Stephan nie verstanden. Bei Andi z.B. wird ein Feuer entzündet. Da ist mir der Bezug klar.


Wenn die Idee nicht von Stephan kommt (wie in der ersten Ausgabe), erscheint sie mir ziemlich willkürlich und etwas brutal. Das mit dem Feuer ist auch so grenzwertig...
Stefan

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Hornosaurus

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8

Tuesday, May 13th 2008, 12:45pm

@Udo: Der Begriff "solide" stört mich nicht.. ich hab nur keinen qualitativen Wertmassstab wo ich den einordnen könnte.. bzw: Wann ist ein Buch "solide" wann noch nicht bzw. wann nicht mehr?

@Pate: Band 27 ist entbehrlich..:-)
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Friederike

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9

Thursday, June 19th 2008, 8:45pm

Ich finde es auch ein bisschen hart, was sie mit Beni in dem Band Zwei Neue auf Burg Schreckenstein machen. Klar, sie achten darauf das Beni keine Lungenvergiftung ( heißt das so? ) kriegt, aber woher wissen sie denn, wann es genug ist bzw zu viel? :S Ich habe übrigens für 4 Sterne gestimmt.

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Hornosaurus

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10

Friday, June 20th 2008, 9:30am

Du meintest "Nikotinvergiftung"
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neill finn

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11

Wednesday, July 9th 2008, 6:40pm

Hm, der erste Band... Ich hab ihn mal mit vier vorzüglichen Sternen bewertet. Den Einstieg in "Wir" Form fanden und finden wir immer noch ganz sinnig, verkürzte die erste Distanz. :hexe:

Eine schöne Idee war es ebenfalls, Stefan in eine Ritterrüstung zu stecken, nur war für mich diese Schulrettungsaktion,.. irgendwie ich weiss nicht. (Will wohl noch mal gelesen werden). Hier liegt vielleicht der fünfte Stern. :sternla:

Ansonsten der Anfang vom Anfang.. :meschugge:
Markieren - Kapieren - Einfügen :gruebel:

bächle

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12

Wednesday, November 26th 2008, 6:29pm

Vielleicht hat es einer schon geschrieben. Unter "Burg Schreckenstein" gab es auch schon einen thread "Macht mit, wie haben euch die Bücher gefallen?", der recht ausführlich ist. Nur zur Ergänzung.
Gruß
Bächle
_________
DKW 3=6

Tobias

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13

Friday, March 20th 2009, 10:38pm

Ich kann mir nicht helfen, aber ich hab bei den ersten Bänden halt im Rückblick immer das Gefühl gehabt, dass die Ritterlichkeit sich erst entwickelt - und drum hab ich die Spannlackgeschichte zum Beispiel unter "falsche Mittel, richtige Motivation" einsortiert. Und der Rex ist ja auch nicht so hundertprozentig angetan...

Dani

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14

Tuesday, March 24th 2009, 7:33pm

Falsche Mittel, richtige Motivation.

Das klingt für mich irgendwie total einleuchtend. Schließlich sind die Ritter ja auch noch recht jung und überhaupt geht probieren halt einfach über studieren. ^^

McRuss

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15

Friday, March 27th 2009, 11:40am

Das würde ich auch so sehen.

Markus
1137 wir waren beim Frühstücken

My other car is a Goggomobil

Wir sind DaMen

Wie lange brauchen die denn um das Spaghettieis zukochen?

Trutzi: "Ich bin Dein Navi."
McRuss: "Oje!"

Hornosaurus

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16

Monday, March 30th 2009, 10:09am

Hmmm würd ich nicht ganz so sehen, dafür, dass sich die Ritterlichkeit (angeblich) erst im Laufe der Zeit so entwickelt, waren die Strafen bei Verstößen schon heftig, man denke an Dampfwalzes Pferdeparcours.

Das mit dem "falsche Mittel" sieht man ja auch erst als ausgewachsener Mensch so, als 10-13 jähriger denk ich mal, ist einem das nicht so bewusst, dass da falsche Mittel zur Anwendung kommen...

@Dani: Ähm wie recht jung sind die Ritter denn, knapp vorm Abi?
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Dani

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17

Monday, March 30th 2009, 4:33pm

Wir sind ja hier im Thema zu Band 1 und da sind sie noch nicht knapp vorm Abi, sondern eben ca. 10-13 Jahre alt. 5. Klasse die Minis, 6. Klasse Pummel & Co. und 7. Klasse die Großen. So hab ich das jedenfalls immer gesehen.

Ich denke, dass auch Kinder/Jugendliche in dem Alter durch Erfahrung dazu lernen und selbst eine eigene Meinung und ein eigenes Beurteilungsvermögen entwickeln.

Dampfwalzes Pferdeschau ging klar in die falsche Richtung. Aber Dampfwalze ist ja auch nicht ganz so clever wie einige seiner Mitschüler. Außerdem war er eifersüchtig und sah seine Felle davon schwimmen. Da lässt man sich schon mal zu was hinreißen, was sich im Nachhinein als nicht so clever darstellt. Und ich denke er hat schon erkannt, dass er da Mist gebaut hat. Er hat die "harte" Strafe ja auch voll aktzeptiert. Wobei ich die Schreckensteiner Strafen einigermaßen human finde für die Zeit in der es ja eigentlich spielt.

Er wollte ja eigentlich die Autoschau übertrumpfen und da kam ihm die Idee mit seinen abgeklemmten Denksträngen vielleicht ganz kühl vor. Dass er Mitstreiter gefunden hat ist einigermaßen verwunderlich, aber da will ich jetzt mal nicht zu tief einsteigen. ^^

Hornosaurus

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18

Monday, March 30th 2009, 7:52pm

"leibgarde" sagt doch schon alles...
Naja könnt ich wählen zwischen 4h Gewaltmarsch und Spannlack würd ich den Spannlack doch vorziehen :-)

Ähm zum Alter der Ritter: Ich bin immer davon ausgegeangen dass das Ritteralter > ist als das Alter der lesezielgruppe, genaueres wird da ja eh nicht erwähnt, zumindest will man als 13 jähriger Bub nix über jüngere "Helden" lesen.. die waren für mich immer einige Jahre älter.. (ok heutzutage nicht mehr *fg*)

(Bist aber heut sehr schreibwütig, wie kommts?)
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Dani

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19

Monday, March 30th 2009, 10:19pm

Bin halt in der Laune. :) Hab die Twilight-Reihe grad durch und hänge etwas in der Luft. ^^

Nun mal ehrlich... 4 Stunden durch die Gegend stiefeln ist nun nicht so übermäßig schlimm. Zu der Zeit wurde vermutlich in anderen Schulen noch mit dem Rohrstock zugehauen.

Okay, das früher Aufstehen würde mich auch nerven, aber die Ritter sind doch eh hart im nehmen.

Ich habe mein erstes Schreckensteinbuch mit 8 Jahren glaub ich gelesen. Ich habe das erste nämlich zur Kommunion bekommen. :D
Und da waren sogar die Mini's für mich groß, also passt das für mich mit den 10 bis 13 jährigen Jungs durchaus. Aber es ist wie immer, die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters. :wink:

Grisu

Shaveman

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20

Tuesday, March 31st 2009, 11:03am

Waren das nicht 4 Stunden je Strecke, also in Summe also 8 Stunden Fußmarsch?
...back to the roots...

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