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Samstag, 23. Dezember 2017, 12:52

Das sehe ich tatsächlich genau so. Noch extremer fand ich das bei dem "Marzipanschweinstreich", wo Stephan und Ottokar nicht nur einen Streich gegen die Minis machen, sondern sich dazu noch mit den großen Mädchen verbünden und sie bei ihrem Streich gegen Rosenfels überfallen. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass die Minis das auch nur ansatzweise lustig fanden.
Aber in den Augen des Rex (die Fotos hingen am schwarzen Brett, er dürfte also recht schnell davon gewußt haben) war das wohl nichts, wo er mal Ottokar beiseite genommen hätte und was über "Große gegen Kleine" oder "öffentliche Demütigungen" gesagt hätte.
So frage ich mich beim Schreiben vonFan-Fiction einfach: Ist - nach den Maßstäben der Originalwerke - Juckpulver in der Unterwäsche lustig? Oder ist das einfach nur gemein? Ist während des Unterrichts über das Durchsagesystem eingespielte Musik grober Unfug oder ein Streich? Sind rot gefärbte Haare für einen Jähzornigen ein Erziehungsstreich oder Mobbing? Mir fällt es da zugegebenermassen schwer. Mir fallen für 17-jährige Ritter kaum Streiche ein, die ich lustig finden würde, und beim "Machtgefälle" zwischen den Großen und den Kleinen (es wird noch schlimmer, wenn man zusätzlich Sextaner und Qintaner auf die Burg packt - da hat man dan locker 4-5 Jahre Unterschied zwischen Ritterrat und Milkrominis) wird es zusätzlich schwer.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jadoran« (23. Dezember 2017, 12:53) aus folgendem Grund: Typos


Ritterratgeber

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62

Sonntag, 24. Dezember 2017, 12:21

Es gibt auf der Burg eine Regel dazu: Kein Nachtreten, kein Häme. Das gilt, wenn sich jemand mal blamiert hat und das kann man auf Streiche auch anwenden. Und wenn die Minis das hier lesen könnten, würden sie ungläubig die Köpfe schütteln und erstmal das Wort "Mobbing" nachschlagen. Es ist ja nicht so, als dass da permanent auf einzelnen Leuten rumgehackt wird. Die Hühner grinsen auch nicht selten über die Höflichkeitsmanöver der Ritter, wenn sie FDH mal wieder um den Finger wickeln und das Flattervolk mit gut gewählten wahren Worten aus der Schußlinie ziehen. "Man kann Streiche gegeneinander machen und dennoch befreundet sein." Und was natürlich auch gilt: Die meisten Dinge funktionieren eben nur in der Gemeinschaft, die um den Kappellsee besteht.

Beim Kartoffelsalat war die "Telefonbestellung" nicht sonderlich nett, da bin ich bei euch, aber der Part auf Rosenfels ist für mich nach wie vor ein sehr gelungenes Unterfangen, weil es eben Grips und auch Mut erforderte. Die Horn hätte ja auch ganz anders reagieren können, Rex, Eltern, Schulamt usw. Das haben die Ritter alles unter Kontrolle gehalten.
Eine Sache noch, ehe es hier bei mir an den letzten Schliff für heute Nachmittag geht: Die Streiche in einem Band sollte man auch im Zusammenhang sehen. Hatten sich die Minis noch blamiert in der Nacht der Blitze, so haben sie es durch den Sieg beim Fotowettbewerb wieder zurückgenossen. Am Ende der Bücher sind die Antagonisten des Bandes wieder mit dem Rest ausgesöhnt.
Und nun frohes Fest! :party:
Das walte Paule!

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