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Mauersäge

Burgherr

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Friday, March 24th 2006, 3:52pm

Die Schulen in Neustadt

Ausgehend vom Thread "Amanda - warum kam sie nach Rosenfels?"
http://forum.rittersaal.com/thread.php?threadid=1272&page=1
eröffne ich die Diskussion um die ursprüngliche Schule der Schreckensteiner in Neustadt mal neu.

Ich finde, das Thema ist so elementar, daß es nicht in einem anders lautenden Thread "versteckt" werden sollte.
[img]http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=91[/img]

Martin: "Im See kommt die Nässe von unten."

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Friday, March 24th 2006, 9:12pm

Ich mache einfach nochmal eine kurze Einführung in das Thema, damit der Wiedereinstieg erleichtert wird.

Unter den Schreckis gilt allgemein als anerkannt, daß die Ritter ursprünglich Schüler der Neustädter Ebert-Schule waren. Nun wird daran gerüttelt und gute Argumente dafür eingebracht, daß es in Neustadt noch eine dritte Schule geben müßte. Diese Schule wird zwar nicht namentlich genannt, soll jedoch die Schule sein, an der die Schreckensteiner Ritter ursprünglich Schüler waren.
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Friday, March 24th 2006, 10:04pm

Es gibt ja auch noch die Franz-Josef-Schule (joseph?)
Sie soll modern sein (Band 1), und Florian war auf ihr, bevor er auf die Burg kam.
Irgendwo wird sie auch mal als "Ursprungsschule" der Ritter genannt, aber das war nur in einem Band.

"Der Wuseler von Schreckenstein"

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Friday, March 24th 2006, 10:29pm

Gegen Ende der Reihe wird die Franz-Josef-Schule öfter als Ursprungsschule genannt. Das wurde von uns jedoch bereits als feststehender Bug identifiziert, da gaaaaanz zu Beginn der Buchreihe explizit davon gesprochen wird, daß die FJS nicht die Ursprungsschule ist.

Bleibt also die Frage, welche Schule kann sonst als Ursprungsschule gelten? Die Ebert-Schule, oder eine geheimnisvolle, unbekannte Schule? Was spricht dafür, was spricht dagegen?
Es scheint zunächst einmal klar zu sein, daß nicht die komplette Schule auf den Schreckenstein umgezogen ist, sondern nur ein Teil.

Wenn das so richtig ist, wo bleibt diese geheimnisvolle Schule dann bei den Sportfesten? Es wird ja klar und deutlich gesagt, daß die Sportfeste gegen die Neustädter (Jungen-)Schulen bestritten werden. Warum tritt da die geheimnisvolle Ursprungsschule der Schreckensteiner nicht mit an?
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Friday, March 24th 2006, 11:06pm

In Band 1 wird die Ursprungsschule der Ritter nicht erwähnt, wenn ich mich richtig erinnere. Und beim abschließenden Sportwettkampf wird nichts erwähnt von "Wettkampf gegen die ehemalige Schule" oder so. Daher müssen wir wohl annehmen, dass diese dritte Schule komplett auf die Burg umgezogen ist (und OH später vergessen hat, dass es sie gab).

"Der Wuseler von Schreckenstein"

Jean

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6

Friday, March 24th 2006, 11:20pm

Die geheimnisvolle unbekannte dritte Schule ist so geheimnisvoll nicht, sie wird von OH mehrfach explizit erwähnt. Ich habe bereits früher geschrieben, daß in der Frage der Schulabstammung für mich die ersten Bände die ausschlaggebenden sind. Alles, was in späteren Bänden dem widerspricht, kann dann gerne als Bug gewertet werden.

In Band 1 ist zunächst einmal überhaupt nicht davon die Rede, daß die Schule aufgeteilt wird, sondern am allerengsten war unsere Schule, und weiter Sogar unsere Lehrer fanden, daß es so nicht weitergehen könnte, und Direktor Meyer hatte bei der letzten Schulfeier ganz offen von "unhaltbaren Zuständen" gesprochen. (Hier folgt dann der Hinweis, daß die Franz-Joseph-Schule eine andere Schule ist) und dann heißt es Die Direktion hatte alle Eltern zu einer Unterredung in den Rathaussaal gebeten. [GA I,5]
Und dort erklärt Dr. Waldmann an die versammelte Schülerschaft, ohne zu prüfen, wer etwa zu welcher Klasse gehört: Ihr bekommt eine neue Schule! [...] Wir ziehen um auf sein Schloß! [GA I,6]

Anschließend wird der Sportplatz eingeweiht, und zwar mit einem Sportwettkampf gegen die Franz-Joseph-Schule und die Ebertschule. In diesem Zusammenhang wird die Ebertschule immer nur en passant erwähnt, der eigentliche Wettstreit findet zwischen Schreckensteinern und Franz-Joseflern statt. Daher stellt sich hier die Frage: wie kann ein Wettkampf zwischen Ebertschule und Schreckenstein stattfinden, wenn die Schreckensteiner doch selbst die Ebertschüler ihres Jahrgangs sind? Eine vertikale Aufteilung kann es ja nicht gegeben haben, siehe Dr. Waldmanns Äußerungen. Und selbst wenn, wieso wird hier im Rahmen des Sportfestes nichts davon erwähnt, sondern die Ebertschule praktisch ignoriert?
Stephan belegte beim Weitsprung den zweiten Platz, hinter einem Ebertschüler
denen die Ebertschüler mit nur zwei Punkten Abstand folgten
Der Stoß eines Ebertschülers ging in den Eimer (alles [GA I,17])
Das waren alle Erwähnungen der Ebertschule in Band 1.

In Band 2 ist nun allerdings in den ersten Zeilen zu lesen:
Die Schule auf der alten Ritterburg Schreckenstein bestand nun schon seit einem Jahr. Eigentlich war es nur eine Notlösung gewesen, denn die Schulraumnot in Neustadt war ohne Beispiel, und deshalb war ein Teil der Schule auf der Burg Schreckenstein untergebracht worden. [GA I,41]
Hier ist nun also erstmalig davon die Rede, daß Schreckenstein nur ein Teil der ursprünglichen Schule ist.
Aus dieser Aufteilung ergeben sich dann einige logische Schwierigkeiten, die später betrachtet werden sollen.

In Band 3 wird über die Schulen folgendes gesagt: (Andi ist auf der Ebertschule!)
Wo sollte Andi hin? Die Franz-Joseph-Schule hatte einen anderen Lehrplan. Und die dritte Schule in Neustadt war wegen Mangels an Raum weggezogen. Auf die Burg Schreckenstein. [GA I,74]
Hier ist wieder nicht mehr die Rede von einer Aufteilung. Aber dazu später (heute nicht mehr).

Bereits anhand dieser Textbelege ergibt sich, daß zumindest in den ersten Bänden Schreckenstein eine dritte Neustädter Schule ist, sei sie nun aufgeteilt worden oder nicht. Alle späteren Belege müssen zwangsläufig gegenüber den Ersterwähnungen an Gewicht verlieren und sind allenfalls als Fehler zu werten.

Neben diesen Textbelegen gibt es aber auch strukturelle Erwägungen, die mit der Position von Direktor Meyer zu tun haben, die eine Abstammung aus Ebert- oder Franz-Josef-Schule unwahrscheinlich machen.

__________________

"Seit 1888 formen wir unsere Schüler zu fähigen, klardenkenden jungen Männern." Reines Geschwätz. In Pencey wird ebenso wenig "geformt" wie in jeder anderen Schule. Und mir ist dort keiner begegnet, der fähig und klardenkend gewesen wäre. [Der Fänger im Roggen]

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Mauersäge

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Friday, March 24th 2006, 11:34pm

Eine sehr ausführliche Darstellung. Unter anderem einer der Gründe, warum ich das Thema einfach mal neu eröffnet habe.

Die Frage die sich da stellt: Bis zu welchem Moment gehen wir von eienem ursprünglichen Original aus und ab welchem Zeitpunkt bezeichnen wir alle folgenden Erläuterungen als bugig?

Nehmen wir mal Deine These als richtig an, so hätten wir den ersten Bug bereits beim Sportfest: Wo ist die Ex-Schule der Schreckensteiner? Es ist ja ein Wettkampf der Neustädter Schulen.
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Jean

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Friday, March 24th 2006, 11:46pm

Quoted

beim Sportfest: Wo ist die Ex-Schule der Schreckensteiner?


Auf Schreckenstein. Das war einfach.
Du meinst das Ex-Gebäude? In Neustadt. Aber das treibt keinen Sport.

__________________

Soviele Zitate zu Schule hab ich jetzt auch nicht parat.

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Friday, March 24th 2006, 11:51pm

Nein, ich meine die Schüler, die in der Gebäude reingehören.

Du willst mir doch nicht weißmachen, daß ein Schulgebäude wegen 150 Schülern aus allen Nähten platzt? Das hat ja selbst unsere Grundschule damals problemlos verkraftet.
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Jean

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Saturday, March 25th 2006, 12:07am

Von einer Aufteilung ist in Band 1 nirgendwo die Rede, sondern erst in Band 2.
(Falls ich was übersehen haben sollte, bitte Belege.)

Nicht ich will dir weismachen, daß 150 Schüler eine Schule platzen lassen, sondern OH. Bekanntermaßen ist ja die Schule zu klein für all die Schüler, die Folterkammer aber nicht.

Es gibt Belege dafür, daß die dritte Schule so nicht mehr existiert.
In Band 10 heißt es "Wie ein Spuk rollten die neun durch die schlafende Stadt, vorbei an der [und nicht "ihrer"] ehemaligen Schule."
Das heißt, es ist eine ehemalige Schule.

Und bereits vorher in Band 10 [GA I, 355]:
Damit hatte er recht. Schreckenstein war eigentlich kein Internat, sondern Teil der wegen Raummangels ausgesiedelten dritten Neustädter Schule.
Teil der ausgesiedelten Schule heißt ja nun eindeutig, daß die ganze Schule ausgesiedelt wurde, und ein Teil davon nach Schreckenstein.

Daß diese ganze Konstruktion nicht wirklich wasserdicht ist, beruht m.E. darauf, daß die Serie so nicht vorgesehen war, und daß das, was in einem Band als Notlösung funktioniert, als Dauereinrichtung einige Erklärungsprobleme mit sich bringt.

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Bea*

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Saturday, March 25th 2006, 1:12am

gut, aber du kannst mir auch nicht erzählen, dass an der Schule nicht alle Klassen vorhanden waren und dem wiederspricht, dass später von älteren schülern, die auf dem schreckenstein einfach fehlen gesprochen wird.

außerdem kann der teil der dritten schule der in neustadt geblieben ist auf die geräumige Franz Joseph und die Ebert Schule aufgeteilt worden sein!?

Ich persönlich gehe davon aus, dass die Schreckensteiner ein Teil der Ebert Schule waren und das Gebäude in dem die Schreckensteiner vorher untergebracht waren nur ein ausgelagerter Zweigschulteil war (wie das häufig bei Hauptschulen gemacht wird 5-7 da und 8-9 wo ganz anders mit eigener Direktion etc.) und dann können auch nur die eltern der Schüler gemeint gewesen sein, die an dieser "zweischule" waren... war für mich immer die logischste Lösung.
07.00 a.m. & ich war dabei!
:sternla:

Alles klar! Hab doch Abdecowug...

:sternla:


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Saturday, March 25th 2006, 10:31am

Jean führt handfeste Fakten aus dem Text an, was ich als Diskussionsgrundlage für sehr gut halte.

Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, daß die Schule schon vorher in "Zwergschulen" aufgeteilt war.
Gehen wir mal davon aus, die Schule wäre komplett aufgelöst und die Schüler auf die restlichen Bildungsinstitute, sowie den Schreckenstein verteilt worden. Von einer Aufteilung müßte ich in diesem Falle ausgehen, denn eine Schule mit lediglich 150 Schülern wäre wohl recht problemlos in in die Ebert-, sowie Franz-Josef-Schule zu integrieren.

Bliebe in diesem Fall noch die Gesamtaufteilung einer Schule mit mehr als 150 Schülern.
Klar könnte man einen Teil auf die vorhandenen Bildungseinrichtungen aufteilen - das wären zum Beispiel die Schüler, deren Eltern ihre Sprößlinge nach der Sitzung im Rathaussaal dann doch nicht auf den Schreckenstein schicken wollten.

Warum aber beläßt man dann nicht einen Teil der Schüler in ihrem ehemaligen Bildungsschuppen? Argument wäre ein sanierungsbedürftiges Gebäude. Das kann in diesem Fall aber nicht gelten, da auch der Schreckenstein eine Investition erfordert, bis das Gebäude als Schule genutzt werden kann. Wenn wir dann schonmal beim Geld sind: Warum sollte die Stadt den Schreckenstein anmieten, wenn auf der anderen Seite ein Schulgebäude zur Verfügung steht?
Das macht in meinen Augen wenig Sinn.

Auch eine Aufteilung der Schüler auf die vorhandenen Schulen, um in der "alten Schule" Platz zu schaffen, ist in meinen Augen sinnbefreit. Die Reduzierung der Schülerzahl ist ein biologisches Problem, hat sich also nach kürzester Zeit von selbst reguliert.
Ein weiteres Argument spricht gegen eine Aufteilung: Auf den Schreckenstein verlegt werden die unteren Klassen. Teile die die oberen dann auf Franz-Josef- und Ebert-Schule auf, würde ich dort ja einen gewaltigen Schülerüberhang in den betroffenen Klassenstufen erzeugen.

Bliebe erneut eine Teilverlegung der Ebert-Schule, bzw. der "alten Schule". Hierin ist durchaus ein Sinn erkennbar. Die oberen Klassen verlassen die Schule mit Abi in der Tasche, ein Teil der untersten Klassen (5-7) wird auf die Burg verlegt. Damit ist wieder Platz in der betroffenen Ursprungsschule.

Die spätere Information "Schulraumnot in Neustadt überwurden" widerspricht dem nicht; die biologische Entwicklung seit den 50er / 60er Jahren ist ja allgemein bekannt.
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Jean

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Saturday, March 25th 2006, 10:31pm

Wo ist die Restschule, wo sind die älteren Schüler?

Die Frage kann man unter drei Gesichtspunkten betrachten:
1. Was gibt der Text her?
2. Was würde der Realität entsprechen?
3. Was ist durch die Erzählung selbst bedingt?

Zum 1. Punkt ist bereits einiges gesagt und belegt worden.
Auf den 2. Punkt möchte ich noch nicht eingehen.
Daher hier ein paar Gedanken zum 3. Punkt.

In Band 1 gibt es 3 wesentliche Elemente.
Schüler ziehen auf eine Burg, richten sich ein und krempeln ihr Leben um.
Ein Neuer kommt hinzu und muß sich in die Gemeinschaft einfügen.
Die Existenz der Burgschule ist bedroht.

Das erste Element dient als Einführung. Es ist so nicht zwingend, genauso wäre es denkbar, eine bereits existierende Burgschule und ihre Prinzipien zu schildern, wie dies in den (ja durchaus unabhängig lesbaren) Folgebänden auch geschieht. Allerdings wird durch den Umstand, daß "ganz normale Stadtschüler" plötzlich in ein Burginternat versetzt werden, dem jugendlichen Leser das Gefühl vermittelt, daß auch ihm dies passieren könnte, auch wenn er selbst nur ein ganz normaler Stadtschüler ist. Und eng ist es in seiner Schule vielleicht auch (jedenfalls zu der Zeit).

Das zweite Element, die Einführung des Helden, zeigt die Entwicklung des Fremden in die Gemeinschaft, also ein ganz wichtiges Thema für den jungen Leser. Es würde sich jedoch eigentlich viel nachvollziehbarer gestalten, wenn es sich tatsächlich um ein etabliertes Internat handeln würde und nicht um eine Gruppierung, die selbst gerade erst dabei ist, ihre neuen Verhaltensweisen zu entwickeln.

Das es sich dennoch nicht um eine etablierte Schule handeln darf, ergibt sich in Element 3. Die Gefährdung der Schule durch eine unmittelbar drohende Kündigung (3 Monate !!!) ist zwar einerseits ohnehin unrealistisch, völlig undenkbar jedoch bei einem etablierten Traditionsinstitut (ebenso wie die späteren Gefährdungen durch die Schulbehörde, durch Abitur, durch Kollegen). Die Geschichte kann also nur funktionieren, wenn sich die Schule bereits in einer Notsituation befindet und durch eine kurzfristige, unbürokratische und damit widerrufbare Hilfeleistung auf der Burg existiert.

Um diesen provisorischen Charakter und damit die latente Zerbrechlichkeit zu verdeutlichen, darf die Burgschule zunächst nicht ein Riesenapparat sein, sondern wird in Nachbarschaftshilfe aufgebaut und hat außer einem [1!] Leihkoch überhaupt kein Personal (keine Schulschwester, keine Sekretärin, nicht einmal den unvermeidlichen Hausmeister).

Als weitere erzählerische Notwendigkeit ergibt sich die Begrenztheit der Schülerzahl. Es handelt sich um Geschichten, die sich an, sagen wir mal, 12-15jährige wenden. Die Hauptpersonen müssen also in ebendiesem Alter sein, etwa 14-15, maximal 16. Diese Gruppe der Helden muß aber gleichzeitig die "Oberschicht" bilden, sonst funktioniert die Geschichte nicht mehr.
Würde es 18-29jährige Oberstufenschüler geben, könnte Ottokar kaum Schulkapitän sein; der Ritterrat, die Wappenschildredaktion wären nicht in der Hand unserer Helden, wenn es drei bis vier ältere Schülergenerationen gäbe.
Auf Rosenfels haben wir ja exakt das gleiche Problem. Daher gibt es nur die Lösung, ältere Klassen zu ignorieren, obwohl dies ein krasser Verstoß gegen die Realität ist. Aus erzähltechnischer Sicht jedoch funktioniert die Geschichte nun.

Somit stellt sich für mich die Situtation folgendermaßen dar: Es gibt keine älteren Schüler, weil es sie einfach nicht geben kann, weder in der Burg noch in Neustadt. Damit gibt es aber auch keine existierende Restschule. Und solange man sich inerhalb der Geschichte bewegt, ist dies völlig in Ordnung.
Erst wenn man versucht, die Geschichte in der Realität zu verankern, treten Probleme auf.
Dabei ist jedoch fraglich, inwieweit dies zulässig ist, inwieweit man also einen Autor an einer Realität messen darf, die er selbst gar nicht beansprucht (und was in manchen Vorbemerkungen von vorneherein abgewiesen wird).
Ich würde daher bei der Schülerzahl und der Frage der Restschüler auch nicht von einem Bug sprechen.

In Band 2 stellen sich Realität und Geschichte übrigens wieder ganz anders da. Daß Mücke erst in Band 2 damit rausrückt, daß er auf Rosenfels eine Schwester hat, liegt nicht etwa an "seit wann reden wir über Mädchen?", sondern schlichtweg daran, daß in Band 1 Rosenfels noch gar nicht existierte.

Der Autor hat die Welt seiner Geschichte gemäß eingerichtet, was sein gutes Recht als Schöpfer von Fiktion ist. Ein Fehler taucht erst da auf, wo der Autor sich selbst widerspricht, etwa wenn er an einer Stelle erklärt, daß eine Tür nach innen aufgeht, und ein paar Seiten später läßt er sie nach außen aufgehen.

Mauersäge

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Saturday, March 25th 2006, 10:52pm

Ich denke mal, die Punkte 1-3 greifen die Problematik ziemlich exakt auf. Legen wir sie aber konsequent und immer an, so könnte der Schreckenstein fast eine Enttäuschung werden.

Und by the way: Wenn der Auto beschreibt, daß eine Tür nach innen aufgeht und wenige Seiten darauf nach außen, dann hat das nix mit künstlerischer Freiheit zu tun. Dann hat er schlicht ne Schwingtür beschrieben *lol*

In einem Punkt stimme ich Dir voll zu: Rosenfels gab es in Band 1 noch nicht. Genausowenig, wie Udo, Jerry, Andreas und viele anderen.
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Jean

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Saturday, March 25th 2006, 11:12pm

Was man eben nicht immer (oder vielleicht überhaupt nicht) anlegen darf, ist Punkt 2, der Realitätsbezug. Oder vielleicht anders gesagt, natürlich darf man eine Geschichte daraufhin überprüfen, inwieweit sie der Realität entspricht. Sie kann aber nur einen Ausschnitt der Realität abbilden, und wenn andere Teile der Realität ausgeblendet sind, weil es der erzählerischen Notwendigkeit geschuldet ist, so darf dies dem Autor nicht als Fehler unterstellt werden.

So ist für mich der Schreckenstein nach wie vor die dritte, aufgelöste, Schule, und ältere Schüler existieren einfach nicht.
Vielleicht jedoch hat der Hinweis eines wohlmeinenden Lesers, daß das ja in der Realität so nicht sein kann, OH dazu gebracht, später von einem ausgelagerten Teil zu sprechen, bzw. noch später dann Ebert- und Franz-Joseph-Schule ins Spiel zu bringen, und damit den Realitätsanteil zu erhöhen und gleichzeitig zu zerstören.

Mauersäge

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Sunday, March 26th 2006, 10:36am

Das ist eben der Reiz eines guten Buches. Der Autor beschreibt seine Fiktion, welche der Leser aufnimmt und mit seinen eigenen Phantasien anreichert.

Ich gehe mal davon aus, daß keiner von uns die Buchreihe als eine Art Geschichtsbuch mit logischem und chronologischem Aufbau ansieht. Es ist einfach ein gewisser Spaß-Moment, mit dem "Realitätsbezug" zu spielen.

Trotzdem wundert mich das mit der Ebert-Schule und der "Alten Schule" ziemlich. Das mit der Ebert-Schule als Ursprungsschule gilt als allgemein anerkannt (auch wenn Du jetzt daran rüttelst). Das würde aber gleichzeitig bedeutet, daß alle Schreckis die ich kenne, den gleichen Denkfehler machen.
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Hans-Jürgen

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Sunday, March 26th 2006, 11:54am

Die Ebert-Schule wird doch klar als Ursprungsschule genannt Oder?
Da bin ich mir sehr sicher. Außerdem, um mal auf die Sache mit dem Sportfest zurückzukommen, vielleicht wurden ja nicht alle Klassen eines Jahrgangs (in der Regel gibt es 3-4) auf die Burg geschickt. Dann könnte trotzdem ein Wettkampf zwischen S. und E.-Schule im selben Jahrgang stattfinden. So weit ich weiß gibt ea auf der burg ja nicht sonderlich viele Klassen, jedenfalls werden sie nicht genannt. Wenn es dann auf der Burg von jedem Jahrgang (bis zur mittleren Reife (5-10 Schj.)) eine evtl. auch 2 Klassen gibt könnte das hinhauen. :S

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Sunday, March 26th 2006, 12:09pm

@Hans-Jürgen. Die Frage ist im Moment nicht, ob irgendwann einmal Stephan von der Ebert-Schule, als unsere "ehemalige Schule" spricht, sondern wann diese Information zum ersten Mal auftaucht.
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Monday, March 27th 2006, 8:15am

Ich war ja auch lange Zeit der Ansicht, dass Schreckenstein, Teil der Ebert-Schule ist.
Mittlerweile bin ich aber in diesem Punkt Jeans Meinung - es muss eine dritte Schule geben.
Es ergibt sich allein aus dem ersten Band heraus.
a) Alle Eltern der Schule werden eingeladen.
b) Wenn es nur ein Teil der (Ebert-)Schule wäre, hätte Waldmann seinen Ausruf - "Ihr bekommt eine neue Schule" sicherlich so nicht formuliert - denn zu diesem Zeitpunkt hätte sicherlich noch nicht festgestanden - wer denn im Einzelnen geht.
Denn ganze Klassenstufen könnten dann ja nicht gemeint sein - da es später, im gleichen Band, noch gleichaltrige Ebert-Schüler gibt.

Demnach müsste es also eine dritte Schule sein und feststehen, dass die drei Klassenstufen - Minis, Pummelklasse, Große - wechseln. Sofern es noch ältere Schüler geben sollten, spielen sie da keine Rolle - sie könnte vielleicht im alten Gebäude bis zum Abi verbleiben, ohne dass es für die weitere Folge erwähnenswert wäre. Da ist dann schon die Frage interessanter, wo diese Jahrgänge auf Rosenfels geblieben sind.

Mal so zwischendurch -seit wann lädt man die Eltern morgens zu einer Besprechung ein?

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Monday, March 27th 2006, 10:41am

Ich lese gerade mal über im Band "Raub auf Burg Schreckenstein".

Dort finden wir - leider - einen deutlichen Hinweis uaf die unbekannte Schule. Wörtlich heißt es da:
"Schreckenstein war eigentlich kein Internat, sondern Teil der wegen Raummangels ausgesiedelten dritten Neustädter Schule."

Wenn wir das als Tatsache akzeptieren, dann können wir immerhin noch unsere Bug-Liste erweitern *lol*
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