Ich will ja nicht blöd daherreden, aber damals (70er Jahre) haben Jungs noch nicht so viel über Beziehungsgeschichten gequatscht wie heute. Da waren Frauen, auch mit 14-15, noch nicht so wichtig. Und man hat viel mehr für sich behalten. Das war eine Ehrensache. Man war nicht automatisch "uncool", wenn man mit 15 noch keine Freundin hatte und auch keine "alte Jungfer". Es gab so viele wichtigere Dinge.
Und so frei drüber gesprochen hat man als Junge allgemein nicht, es herrschte noch sehr der verklemmte 50er-Jahre-Geist, wonach über Beziehungen und -probleme quatschen ebenfalls uncool war. It was a macho time bis in die späten 70er-Jahre!
Alles war provinzieller, es gab kein Internet, viele hatten keinen Fernseher ja nicht einmal Telefon hat jeder gehabt! Um sich zu grüßen schrieb man noch Postkarten und Amerika und das europäische Ausland waren sehr weit weg, es gab ja noch überall Grenzen und die Mauer stand noch mit dem Russen auf der anderen Seite
So hab ich es empfunden, es kann natürlich auch andere geben, wo das nicht so war, aber ich habe das Gefühl bis in die 80er waren selbst Städte im Vergleich zu heute etwas provinzieller
Und heute sind die Herren ja eh viel "weiblicher" - no offense meant!

Ich meine, schaut euch an ihr "metrosexuellen" Männer: Achsel- und sonstige Haare rasiert, Goldkettchen, Ohrringe, Tattoo, über Gefühle sprechen, Parfüms, früh 1 Stunde vor dem Spiegel stehen - Jetzt fehlt nur noch Nägel lackieren
Und man R E D E T heute einfach mehr, weil es mehr Kommunikationsmöglichkeiten gibt, ich sage nur SMS, Mail, Chat, ICQ, MSN, Facebook usw. Auch wenn ich das Gefühl habe, dass die Kommunikation eher drunter leidet....mehr zu REDEN heißt anscheinend nicht unbedingt mehr zu SAGEN !
Daher erkläre ich mir auch die "Normalität" nicht über ALLE Beziehungen wie man es heute aus Klatschspalten gewohnt ist, in einem Jugendbuch (oder besser Kinderbuch) zu schreiben oder ?